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Samstag 11.10.1997
  Der große Crediton-Tag
  Crediton, Friedhof
  Crediton und Umgebung, Finkbeiner-Farmen
  Crediton, Stephen Township Municipal Office
  Festgottesdienst in der Zion United Church, Crediton
  Gala-Abend
Der große Crediton-Tag
Und noch ein Schild. Wieder ein Schild: Begrüßung in Crediton an der Kirche
Und noch ein Schild. Wieder ein Schild: Begrüßung in Crediton an der Kirche
Am Vormittag begleitet uns Stefan Pertschy. Er ist 1951 nach Kanada eingewandert, stammt aus der Batscha und hat sein Deutsch nicht verlernt. Da ging's einmal ohne Übersetzen.
Crediton, Friedhof
Ein Grab. Der Friedhof in Crediton, man könnte meinen, man wäre in Baiersbronn: Finkbeiner, Klumpp, Haist, Faist, Mohrlock, Gaiser, Würth, Wein, Braun, Kienzle...
Ein Grab. Der Friedhof in Crediton, man könnte meinen, man wäre in Baiersbronn: Finkbeiner, Klumpp, Haist, Faist, Mohrlock, Gaiser, Würth, Wein, Braun, Kienzle...
Wallace Pfaff hat eine Liste von 63 Gräbern zusammengestellt, die von Interesse sein könnten. Auf dem Friedhof sind diese Gräber markiert (Wieviel liebevolle Arbeit ist in die Vorbereitung des Treffens gesteckt worden!). Der Stein auf Grab Nr. 12 (Jacob Fahrner, 14.4.1804 - 22.4.1876) war in drei Teile zerbrochen, ist aber repariert und wiederaufgerichtet worden. Er trägt eine deutsche Grabinschrift: Von Baiersbronn in Würtenberg / Kam ich an diesen Ort / Und nun bin ich im Himmelreich / Und warte auf euch dort.
Die Tannen auf dem ältesten Teil des Friedhofs stammen direkt aus dem Schwarzwald. Stefan macht uns darauf aufmerksam, daß sich auch hinter englisch aussehenden Namen ein ursprünglich deutscher verbergen mag. Im Zweiten Weltkrieg hielt es mancher Braun, Schmidt oder Finkbeiner für angeraten, sich Brown, Smith oder Fink zu nennen.
Crediton und Umgebung, Finkbeiner-Farmen
Donald Finkbeiner's Auto. Man beachte das Kennzeichen: Finks
Donald Finkbeiner's Auto. Man beachte das Kennzeichen: Finks
Dann geht's raus aus dem Dorf und über die Farmen. 30 hat Wally aufgelistet, und 30 haben wir getreulich abgeklappert, darunter viele von Finkbeiners bewirtschaftete: Kein Wunder, daß auch hier einmal ein Weg Finkbeiner Line hieß.
Nach Nr. 17 eine willkommene Abwechslung: Wir besuchen ein deutsches Paar, das vor zehn Jahren aus dem Hessischen eingewandert ist. Sie bauen Sojabohnen und Futtermais an und betreiben Schweinemast. Der ganze (berechtigte) Stolz ist der Ziergarten am Haus. Wir werden mit selbstgemachtem Äppelwoi aus dem importierten Bempel verabschiedet.
Bei Nr. 21 macht uns Stefan auf eine Besonderheit im Scheunenbau aufmerksam, nämlich auf eine Art Vordach, unter dem man die Pferde an- und abschirren konnte. Dieser Überhang gehörte zum Finkbeiner-Stil bei vielen der von ihnen gebauten Scheunen.
Crediton, Stephen Township Municipal Office
Dort harrt Wilmar Wein aus, einer der Gemeinderäte. 1992 feierte Stephen Township, zu dem Crediton gehört, 150jähriges Bestehen. Dr. Gerhard Wein aus Tumlingen pflanzte damals einen Baum. In einem Raum des Gemeindehauses hängt das Wappen von Baiersbronn, das Cal Fahrner aus dem Schwarzwald mitgebracht hat.
Festgottesdienst in der Zion United Church, Crediton
Zion United Church. Die Zion United Church in Crediton
Zion United Church. Die Zion United Church in Crediton
Am Nachmittag findet in der Kirche von Crediton ein Gottesdienst statt, und zwar aus Anlaß des Zweiten Internationalen Finkbeiner-Treffens. Der Zusammenhang wird vielen von uns erst im nachhinein klar. Dafür sind sie dann besser ausgeruht für den Gala-Abend.
Gala-Abend
Wir haben es nicht weit, denn die Gala ist in einem ehemaligen Hangar, jetzt Sporthalle, auf dem Gelände der "Centralia Academy" anberaumt. Am Eingang gibt's für jeden ein Überraschungsgeschenk: Emma bekommt ein T-Shirt, Lore ein Buch über Schiffsunglücke auf den Großen Seen, Ines eine Thermosflasche, Erika ein Kochbuch, Michael ein Sitzkissen, Günter ein Buch mit Abziehbildern, Brigitte einen Karton mit Golfbällen (wie passend, daß unser Reiseleiter Golf spielt), usw.
Die große Tafel. Hier sitzt die Gruppe aus Deutschland, bald geht es los
Die große Tafel. Hier sitzt die Gruppe aus Deutschland, bald geht es los
Pauline Finkbeiner, Reginalds Frau, ist die Zeremonienmeisterin des Abends. Sie dirigiert - bei schlechter Akustik mehr mit Gesten als mit Worten - die Schlangen der Hungrigen zum Büfett. Es ist gar nicht so leicht, an ca. 250 Esser gleichmäßig auszuteilen. Ilse, die erfahrene "Brücken"-Wirtin, schaut skeptisch auf die ersten hochgehäuften Teller. Es reicht mit Müh und Not. Nach dem Essen unterhält uns eine Mädchentanzgruppe, die mit ihren geschmeidigen Darbietungen allen gefällt.
Wolfgang mit 3 Fahnen. Wolfgang Finkbeiner mit seinem Fahnenständer
Wolfgang mit 3 Fahnen. Wolfgang Finkbeiner mit seinem Fahnenständer
Dalton Finkbeiner, der mit dem Cowboyhut, versteigert gekonnt die Fahnenständer, die als Tischdekoration dienten. Von unserer Gruppe ersteigern Wolfgang und Christian so ein Erinnerungsstück.
Das Quartett. Manfred mit Gretel und Gretel mit Heinrich Finkbeiner sind unsere Starsänger
Das Quartett. Manfred mit Gretel und Gretel mit Heinrich Finkbeiner sind unsere Starsänger
Günter überbringt Grüße von Dr. Gerhard Wein und überreicht einen Wappenteller von Elisabeth Finkbeiner aus Stuttgart. Das kanadische Organisationskomitee feiert sich - zu Recht: Reginald überreicht Linda rote Rosen; Linda bedankt sich ihrerseits bei ihren Helfern mit Geschenken. Unser Quartett, vorgestellt als The Heinrich Finkbeiner Singers, begeistert wieder, vor allem auch mit ihrem musikalischen Abschluß "Auld lang syne". Da stehen alle auf, singen mit und reichen sich zum Abschied die Hände.
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