Am Bahnhof
Für die meisten von uns fängt die Reise nach Amerika in Baiersbronn an. An einem kalten, klaren Herbstmorgen treffen wir uns dort auf dem Bahnhof. Die Presse ist auch schon da: ein paar Tage später vermeldet der
Schwarzwälder Bote unsere Abreise in Wort und Bild.
 | | Schwarzwälder Bote: Wir sind berühmt! |
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Noch einmal heimische Verpflegung
Dieter, der Bäcker, hat zwei große Tüten noch ofenwarmer Laugenbrezeln mitgebracht. Bis zur Ankunft am Flughafen sind die alle verputzt. Auch die
junge Zugbegleiterin greift gerne zu und läßt Kindheitserinnerungen wiederaufleben - ist sie doch aus Obertal gebürtig.
Wo kommen nur alle die Finkbeiner her?
 | | Namensschild |
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Sie hat uns durch den Sammelfahrschein als Gruppe erkannt. Wir tragen aber auch die runden, schwarz-rot-goldenen Namensschildchen,
die Günter uns zugeschickt hat. Da kommt schon manch interessierte Frage von Mitreisenden und von Bahn- und Flughafenpersonal. Wir geben freundlich - und ein bißchen stolz - Auskunft.
Northwest Airlines, Flug Nr. 53, Frankfurt-Detroit
Endlich sind wir an den Schaltern von Northwest Airlines angelangt. Die Wege im Frankfurter Flughafen sind weit. Nun heißt es lange Schlange stehen, dann ausführlich Antwort geben auf Fragen wie:
Wer hat den Koffer gepackt? Wo befand sich das Gepäck seither?
Wie angenehm: Wir sitzen in der Maschine, einer DC 10, alle in den Zweierreihen entlang der Fenster und nicht in den Fünferreihen in der Mitte. Wie unangenehm: Die Beinfreiheit zwischen den Reihen ist nicht gerade groß.
Wir starten mit Verspätung. Ein Grund: die Maschine ist überbucht, und es werden einige Freiwillige gesucht und gefunden, die - auf Kosten der Fluggesellschaft - noch eine Nacht in Frankfurt bleiben.
Ankunft in Detroit
Wir kommen pünktlich an, obwohl wir eine halbe Stunde zu spät abgeflogen sind. Bei neun Stunden Flugzeit läßt sich da schon was aufholen. Die Paß- und Zollkontrollen verlaufen problemlos. Wer die grüne Einreisekarte und die weiße Zollerklärung noch nicht im Flugzeug ausgefüllt hat, muß es halt jetzt nachholen.
Der Bus fährt erst ab, wenn alle drinsitzen. Dafür sorgen unser Reiseleiter,
Hartmut Doering, und unser Busfahrer,
Steve Mathews.
Von Detroit nach Grand Rapids
Bei der Abfahrt regnet es. Aber es ist warm,
viel zu warm für die Jahreszeit, wie wir in den folgenden Tagen immer wieder versichert bekommen.
 | | Der Reifen ist platt |
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Unser Bus trägt den kühnen Namen "Trailblazer" (etwa: Wegbereiter). Bald tauft Günter ihn aus gegebenem Anlaß in "Tire-platzer" um (tire = Reifen). Eine
Reifenpanne am späten Samstagabend: Steve und Hartmut machen bedenkliche Gesichter. Aber über Telefon ist dann doch rasch Hilfe herbeigeholt, und nach einer halben Stunde kann es weitergehen. Unsere übermüdete Gruppe hat den Fehlstart mit großer Fassung getragen.
Ankunft in Grand Rapids
Vor unserem Hotel, der "Econo Lodge", erwartet uns getreulich ein kleines Empfangskomitee.
 | | Der Haupteingang zum Motel |
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Einige von uns erkennen
Gary Finkbeiner wieder, der 1995 am Ersten Internationalen Finkbeiner-Treffen in Baiersbronn teilgenommen hatte. Er verteilt die August-Ausgabe des "Finkbeiner Family Newsletter", den er halbjährlich herausbringt - das Gegenstück zu Günters vierteljährlicher "Finkbeiner Information". Seine Mutter, Charlotte, verteilt Schokolade.