Der Name
Wer sich mit der Finkbeiner Ahnenforschung befaßt, bekommt früher oder später heraus, daß dieser Name aus der
Schwarzwaldgemeinde Baiersbronn stammt.
Wieso?
Um das Jahr 1500 siedelte ein
Jerg Finkbomer in Baiersbronn in der Parzelle Tannenfels. Dies fand man heraus, als man das Lagerbuch der damaligen Vogtei Dornstetten studierte.
Dort steht geschrieben, daß er ein kleines Gehöft bearbeitete. Spätere Eintragungen erwähnen in der Türkensteuerliste einen Claus und Balthasar, Musterungslisten erwähnten Jakob 1 und 2 sowie Claus 2.
Man kann davon ausgehen, daß diese Burschen weder lesen noch schreiben konnten, sie waren Analphabeten. Vermutlich hatten sie einen entsprechenden Dialekt.
Fink...
Also gingen sie zu einem Schreiberling in Dornstetten und sagten dem, wie sie hießen. Was dabei herauskam entnahm ich einer Forschungsliste des Helmuth Finckbein aus Berlin:
Finckbomer, Finckboner, Finckhbainer, Finnckhbainer, Finckbonner, Finnbonner, Fünckbonner, Finnckhboner usw.
Festlegung
1627 beginnen in Baiersbronn die Kirchenbücher. Im 17. Jahrhundert wechselten die Namen Finkbeiner und Finkbohner ab und im 18. Jahrhundert einigte man sich in Baiersbronn endgültig auf den Namen
FinkbeinerWer nun in den 200 Jahren die vorangingen, aus Baiersbronn wegzog, nahm natürlich seinen festgehaltenen Namen mit, sodaß es bis zum heutigen Tag noch eine Anzahl der Abarten gibt. Wer sich heute Finkbeiner schreibt, stammt daher mit Sicherheit aus der Gemeinde Baiersbronn oder ihren Teilorten und Ortschaften.
Teilorte
Obertal, Mitteltal, Tonbach, Friedrichstal, Schönmünz-Zwickgabel und der frühere Baiersbronner Kniebis.
Ortschaften
Klosterreichenbach, Heselbach, Röt Schönegründ, Huzenbach und Schwarzenberg-Schönmünzach.